Wissenswertes
Rauchmelder - Tipps zum Kauf und zur Montage
"Qualität hat ihren Preis - besonders wenn es um die Sicherheit geht." Dass diese Phrase nicht der Realität gerecht wird, wurde durch einen Objektiven Produkttest des Institutes test.de belegt.
Bei diesem Test wurden 18 Rauchmelder auf ihre Fähigkeiten getestet. Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass gerade die preisgünstigen Rauchmelder die besten Eigenschaften haben. Zwei Rauchmelder, einer für gerade einmal 10,00 Euro, der andere für 15,30 Euro zeigten den anderen, durch Preissetzung angeblich qualitativ hochwertigeren Rauchmeldern, ihre Grenzen auf. So erreichte ein im Preis wesentlich höher angesetzter Rauchmelder nicht einmal die Mindestlautstärke von 85 Dezibel.
Zeitungsartikel mit den Überschriften „2 Tote bei Wohnhausbrand“ oder
„54-jähriger Mann liegt mit schwerer Rauchgasverletzung im Krankenhaus“
sind täglich in der Tageszeitung zu finden. Es sterben in Deutschland
mehr als 600 Menschen im Jahr durch Feuer und Rauch.
Der richtige
Rauchmelder kann bei einem Brand lebensrettend sein. Doch welcher
Rauchmelder ist der richtige, wieviel sollte ich für einen guten
Rauchmelder investieren, worauf muss ich achten?
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Gefährlicher als das Feuer ist der Brandrauch!
Weitaus schneller als Flammen und auch deutlich tödlicher bei einem Brand sind Rauchgase. 80 bis 90 % aller Brandopfer fallen nicht dem Feuer sondern dem Rauch zum Opfer.
Woraus sich der Brandrauch zusammensetzt, hängt ganz davon ab, was brennt.
Tödlicher Giftcocktail
Durch den zunehmenden Einsatz von Kunststoffen bei Inneneinrichtungen, entstehen bei einem gewöhnlichen Zimmerbrand Unmengen höchst toxischer Stoffe. Nur ein paar Beispiele:
- Kohlenmonoxid (giftig, geruchsneutral )
- Blausäure ( 1–2 mg Blausäure pro kg Körpergewicht wirken tödlich )
- Chlorwasserstoff ( bildet bei Kontakt mit Wasser Salzsäure )
- Nitrose Gase ( bilden Salpetersäure )
- Ammoniak (Ammoniakgehalt der Luft von 0,5 % (5000 ppm) wirkt nach 30 bis 60 Minuten tödlich )
Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass man im Schlaf durch die Brandgase geweckt wird. In der Tiefschlafphase hat sowohl der Mensch als auch der Hund, bei einer ca. 1.000.000 mal besseren Riechfähigkeit, keine Geruchswahrnehmung.
Worauf Sie achten sollten
Es ist wichtig, dass der Rauchmelder ihrer Wahl das sogenannte VdS-Siegel trägt. Mit dem Slogan „Vertrauen durch Sicherheit“ macht das Institut auf die Verantwortung ihrer Aufgabe aufmerksam. Vom VdS-Institut werden die Rauchmelder nach der DIN EN 14604 (Deutsche Industrienorm für Rauchmelder) geprüft und die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Geräte ist somit gewährleistet.
Fälschungsdelikte mit dem VdS-Siegel
Mit dem Ziel das eigene Produkt aufzuwerten, gab es bereits mehrere Fälschungsdelikte bei unterschiedlichsten Anbietern. Um sich beim Kauf eines Rauchmelders zu vergewissern, ob das Gütesiegel auch verdient ist, gibt es die Möglichkeit vor dem Kauf auf einer von dem VdS-Institut bereitgestellten Seite zu recherchieren. Hier sind alle Rauchmelder aufgeführt, die offiziell das Gütesiegel der VdS tragen dürfen.
Installation
Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren.
Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:
- Befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steig
- an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
- immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen);nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
- nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter);
- nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht
Spätestens alle 10 Jahre sollten Rauchmelder aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.
Rauchmelder in einer Kleinwohnung
Mindest- und bei Zimmergrößen bis 60 qm auch ausreichender Schutz ist ein Rauchmelder in der Zimmermitte. Bei größeren Einzimmerwohnungen empfiehlt sich ein weiteres Gerät.
Rauchmelder in einer 3-Zimmer-Wohnung
Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Rauchmelder sollten im Flur in Küchentürnähe und/oder in der Küche mit Stummschaltung installiert werden. Optimalen Schutz erzielen Sie mit je einem Rauchmelder pro Zimmer und Flur. Ausnahme: Räume, in denen Wasserdampf oder eine hohe Staubbelastung vorkommen.
Rauchmelder in einem mehrstöckigen Haus
Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder pro Stockwerk in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Rauchmelder sollten im Flur in Küchentürnähe und/oder in der Küche mit Stummschaltung installiert werden. Optimalen Schutz erzielen Sie, indem Sie jedes Zimmer und den Flur in jedem Stockwerk mit je einem Rauchmelder ausrüsten. Dabei sollten Keller und Dachboden nicht vergessen werden.





