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Schwerer Unfall mit der Bimmelbahn
07. Juni 2010 21:11 Uhr in Feuerwehr
Die Bahn war Teil des Programms beim Jahresfest des Walpurgishauses und fuhr den Tag über die Gäste durch die nähere Umgebung. An Bord der beiden Anhänger saßen Eltern und ihre Kinder im Vorschulalter. Neun Passagiere – fünf Kinder und vier Erwachsene – erlitten Verletzungen. Ein 14-jähriges Mädchen aus der Nachbarschaft des Walpurgis-Hauses musste mit dem Rettungshubschrauber nach Dortmund geflogen werden. Ein dreijähriger Junge aus Hemsbach im Rhein-Neckar-Kreis kam in ein Soester Krankenhaus, ist aber mittlerweile wieder entlassen. Stadtbrandmeister Jürgen Wirth teilte am Samstagabend mit, auch der Schülerin gehe es einigermaßen gut.
Ein Sachverständiger wird nun die Ursache des Unfalls klären. „Ich fahre damit seit vier Jahren, noch nie ist etwas passiert“, meinte der Betreiber und Besitzer der Bimmbelbahn. „Ich bin heute schon zehnmal durch diesen Wendehammer gefahren, beim elften Mal merke ich plötzlich, wie hinter mir der Waggon umkippt. Wenn da jemand ernsthaft zu Schaden gekommen sein sollte, könnte ich mir das nie verzeihen.“
Die Bimmbelbahn wird von einem Traktor gezogen, der zu einer Lokomotive umgestaltet ist. Das Gefährt ist TÜV-geprüft, zugelassen und versichert. Ihr „Spitzentempo“ liegt bei sechs Stundenkilometern. Ob der Unfall technische Ursachen hatte, ob die Bahn zu schnell fuhr oder jemand aufgestanden ist und den Waggon ins Schwanken gebracht hat, wird von der Polizei ermittelt. Die Bahn wurde dazu beschlagnahmt.
Der Unfall löste einen Großalarm aus. „Sobald so viele Personen involviert sind, ist das das normale Vorgehen“, erläuterte ein Sprecher der Polizei. Die Feuerwehr war mit mehreren Zügen vor Ort, Rettungskräfte der beiden Krankenhäuser, Malteser und Rotes Kreuz kümmerten sich um die Versorgung der Verletzten vor Ort, von denen die meisten unter Schock standen, und das Technische Hilfswerk barg die Unfallstelle.
Warum es zum Unfall mit der Bimmelbahn gekommen ist, ist nach wie vor ungeklärt. Ein Sachverständiger hat seine Untersuchungen aufgenommen; er wird das Gefährt genau inspizieren und voraussichtlich noch in dieser Woche ein Gutachten vorlegen.
Siehe auch Polizeibericht
Quelle: Soester Anzeiger


