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Elf Atemschutzgeräteträger ausgebildet

31. März 2010 15:41 Uhr in Feuerwehr

Gruppenfoto Atemschutzgeräteträgerlehrgang

Sie gehen im wörtlichen Sinne für ihre Nächsten durchs Feuer und sie sind zudem die Einzigen, die dafür ausgebildet sind: Die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr scheuen keine Anstrengung, wenn es gilt, Eingeschlossene aus der Flammenhölle zu retten. 18 Kilogramm an zusätzlichem Gewicht schleppen sie dabei mit sich, um im dichten Qualm überhaupt Luft zu bekommen, das Atmen ist nur unter abgedichteten Spezialmasken möglich, die an Pressluftflaschen angeschlossen sind.
In einem 42 Stunden umfassenden Lehrgang wurden nun wieder elf freiwillige Feuerangehörige zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet. Dabei ging es nicht allein um den praktischen Umgang mit dem Gerät. Großer Wert wurde bei der Ausbildung auch auf die theoretische Ausbildung gelegt, denn nur mit einer guten theoretischen Grundlage, ließe sich dies alles auch gut in die Praxis umsetzen.
Der praktische Teil des Atemschutzgeräteträgerlehrganges fand in einem Gebäude der Adam-Kaserne statt. Mit zahlreichen Böllern wird ein Explosionsszenario imitiert, weiße Nebelschwaden hüllen den gesamten Innenbereich in dichten Rauch. Der ist ungiftig, kratzt dem Beobachter gleich beim ersten Atemzug ordentlich im Hals - schon nach wenigen Metern sieht man in der weißen Suppe die Hand nicht mehr vor den Augen. Angst wird zum alles beherrschenden Gefühl. Ein Gefühl, das jeder der Freiwilligen überwinden muss - alleine und immer wieder. "Im richtigen Einsatz ist der Rauch pechschwarz, es stinkt und ist giftig - und es ist verdammt heiß", sagt Heiko Kamen, der zum siebenköpfigen Ausbilderteam gehört. Mit Führungsleinen gesichert, schwerem Gepäck auf dem Rücken, Axt, Brechstangen und einen unter Druck nicht sonderlich flexiblen Löschschlauch "am langen Arm", quälen sich die Dreiertrupps auf den Knien durch Treppenhaus und durch ein kniffliges Szenario: Irgendwo im dichten weißen Nebel werden Personen vermutet, die über den Korb der Drehleiter gerettet werden sollen.
Eine halbe Stunde dauert die Schinderei im Schnitt für jeden Trupp. Selbst das Atmen wird zur Schwerstarbeit - draußen am Einsatzfahrzeug wird penibel Buch geführt, welcher Trupp wie lange unterwegs ist, die Luft muss unbedingt für den Rückweg nach draußen reichen. "Dreißig Minuten im Einsatz, da sind die fix und alle", sagt auch Ausbilder Reinhard Manske.
Die Abschlussprüfung fand dieses Mal in Paderborn statt. Dort gibt es eine Übungsanlage der Feuerwehr Kreis Paderborn, auf dem die Lehrgangsteilnehmer zeigen mussten, was sie gelernt haben. Ein zusätzliches Angebot dieser Übungsanlage ist der sogenannte „Flash-Over Container“, in dem die Teilnehmer an eigenem Leibe erfahren konnten, welche Hitzeentwicklung bei einem Zimmerbrand entsteht und wie sie die richtige Löschtechnik anwenden.


Folgende Feuerwehrleute haben den Lehrgang als Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert:

  • Thomas Popko
  • Jan Marc Colmsee
  • Christoph Faulstich
  • Jens Peter Hilbk
  • Michael Volk
  • Ingo Barnhusen
  • Stefan Staudt
  • Martin Asshauer
  • Kristian Frieling
  • Kai Weets
  • Sven Volke



Die Ausbilder waren:

  • Heiko Kamen
  • Reinhard Manske
  • Klaus-Dieter Klingspohn
  • Christoph Blume
  • Ralf Leupers
  • Jörg Dittkowski
  • Christian Meyer

 

Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie.

 

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