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Großübung auf dem Kirmesgelände
01. November 2011 15:12 Uhr in Feuerwehr
Sechs Verletzte, die mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden und ein abgebrannter Mittelaltermarkt, von dem nur noch ein Haufen Asche übrig geblieben ist. Das ist laut Drehbuch die Folge eines Brandunglücks mitten im Kirmestrubel.
Wie berichtet, war dieses schaurige Szenario gestern Abend nur eine Übung vor großer Zuschauerkulisse. Die war für die sicherheitstechnische Nagelprobe diesmal auch gewollt. "Es soll so realistisch wie möglich geprüft werden, ob unsere Fahrzeuge überall auf der Kirmes durchkommen, wie die Kommunikation zwischen den Kräften funktioniert und wie sehr unsere Rettungsarbeiten von einer großen Menschenmenge behindert werden", erklärte Andreas Mattern vorab. Der stellvertretende Wehrführer hatte die erste Übung dieser Art auf der fast startbereiten Kirmes ausgearbeitet.
Es klappte: Schon lange vor dem geplanten Start um 19 Uhr warteten viele Neugierige, was wohl passieren würde. Um 19.01 traf der "Notruf" an der Florianwache ein: "Brennt Mittelaltermarkt. Mehrere Stände in Flammen. Personen vermisst." Die Wachbereitschaft rückte mit 11 Mann und vier Fahrzeugen aus. Als erstes bahnte sich die Drehleiter den Weg durch die Menschenmenge vor dem Mittelaltermarkt. Wie geplant "breitete sich das Feuer aus": Um 20.17 Uhr wurde schließlich Wehralarm für alle Soester Einsatzkräfte gegeben. Auch die umliegenden Feuerwehren wurden ins Übungsgeschehen mit einbezogen. Rings um die Kirmes gingen Kräfte in ihre Bereitstellungsräume. Der Einsatzleitwagen des Kreises Soest koordinierte den Funkverkehr.
Am Unglücksort wurde parallel nach den Vermissten gesucht und "gelöscht". Wasser gab es direkt aus den Überflurhydranten in der Rathausstraße und von der Teichsmühle.
Zwei Stunden waren für die Übung vorgesehen - im Ernstfall hieße es für die Wehrleute: "Ende offen." Die Verantwortlichen der Feuerwehr zeigten sich zufrieden. "Wir danken besonders den Schaustellern, die schließlich noch mitten im Aufbau waren, für ihr Verständnis und die Unterstützung", unterstrich Pressesprecher Roland Meier. Und die Leute? "Ja, die haben prima mitgemacht", sagt Roland Meier: "Die haben schön im Weg gestanden - so wie wir das ja auch haben wollten."
Abschließende Bitte der Feuerwehr: "Während der Kirmestage bitte die ausgezeichneten Rettungswege nicht zuparken!" .

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