Feuerwehr
MANV Einsatzgruppe der Feuerwehr Soest
Die Feuerwehr Soest sucht die gute Kooperation mit ihren Partnern. Ein Hineingreifen in Aufgabenbereiche der anderen Fachdienste ist nicht unser Ansinnen! Wir möchten die gemeinsame Kompetenz nutzen, um möglichen Situationen gewachsen zu sein, viele Verletzte zu versorgen. Der 11. September 2001 hat der Welt eine Dimension von Schadenereignissen gezeigt, die bis dahin für undenkbar gehalten wurde oder zumindest als so unwahrscheinlich eingestuft wurde, dass eine systematische Vorbereitung auf derartige Ereignisse nur unzureichend oder gar nicht stattgefunden hatte.
Bisher wurde in Kreisen und Kommunen für ein rettungsdienstliches Ereignis mit etwa 50 Verletzten / Betroffenen geplant und vorgehalten, ggf. wurde auch überlegt, wie man mit einem Nachbarkreis bei größeren Lagen sinnvoll zusammenarbeiten könnte. Nach diesem Tag war jedoch ein Umdenkungsprozess notwendig, der mittlerweile auch bundesweit Auswirkungen zeigt.
Medizinische Ersthelfer in der Feuerwehr
Die Feuerwehr Soest ist eine ausschließlich ehrenamtlich tätige Feuerwehr. Sie nimmt nicht am Rettungsdienst der Stadt teil. Der Rettungsdienst wird hauptamtlich durch den Kreis Soest getragen. Juristisch gesehen ist die Feuerwehr nicht für Rettungsdiensteinsätze zuständig. Sie wird im Rahmen der Amtshilfe für den Rettungsdienst gerufen, wenn Personenrettungen aus Höhen oder Tiefen durch den Einsatz der DLK 23-12 unterstützt werden sollen. Zuweilen hat die Feuerwehr als ersteintreffendes Fahrzeug an Unfallstellen Erste Hilfe zu leisten. Dennoch fühlen wir uns der medizinischen- und Menschenrettung verpflichtet.
Neben der Ausbildung jedes Feuerwehrmannes oder Feuerwehrfrau in der Ersten Hilfe, verfügt die Feuerwehr Soest über 12 Kräfte, welche zusätzlich als Rettungssanitäter oder Rettungsassistent ausgebildet sind. Diese versehen integriert in den verschiedenen Meldergruppen ihren Dienst. Zur Ausstattung jedes Fahrzeuges in den Löschzügen der Feuerwehr gehört ein erweitertes Kontingent Sanitätsmaterial oder ein Rettungsrucksack. So können im Einzelfall in der erweiterten Ersten Hilfe manuelle Beatmungen mit der Applikation von Sauerstoff durchgeführt werden. Die Möglichkeit einen venösen Zugang durch das Fachpersonal anzulegen, ist mit dem Eintreffen eines jeden Feuerwehrfahrzeuges möglich. Eine Gruppe aus den Reihen der Löschzüge I und II ist im Mega Code Training unterwiesen.
Mit dem Eintreffen des Löschfahrzeuges HLF 16-20-2 steht zusätzlich ein AED Gerät an der Einsatzstelle zur Verfügung. Um für einen möglichen Massenanfall von Verletzten [MANV] vorbereitet zu sein, kooperieren wir eng mit dem Rettungsdienst des Kreises Soest und der SEG DRK Soest. Diese werden ebenfalls bei Betreuungssituationen von uns alarmiert. Dort wo gemeinsames Handeln zwischen Feuerwehrarbeit und Sanitätsdienst erforderlich ist, wirkt die Löschgruppe Ampen mit. Sie ist als Unterstützungsgruppe für fachübergreifendes Arbeiten eigens ausgebildet. Mit einem weiteren Fahrzeug LF 20-16 wird ein Materialdepot in Set-Form des Kreises Soest für die Versorgung von bis zu 5 Verletzten ständig zur Einsatzstelle mitgeführt.


