Feuerwehr

Brandschutzerziehung

Brandschutzerziehung
Damit aus dem Spiel mit dem Feuer kein bitterer Ernst wird.


Rund 80 Kinder verlieren jährlich bundesweit durch Feuer ihr Leben, mehr als 150 000 Brandverletzungen sind darüber hinaus Jahr für Jahr zu verzeichnen. Diese erschreckend hohe Zahl bedeutet eine Herausforderung für die Feuerwehren.


Brandschutzerziehung ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema. Schon kleine Kinder sind vom Feuer fasziniert. Das Interessante ist für die Kleinen das Aus-probieren und Kennen lernen. Hierbei gelangen Kinder schnell an ihre Grenzen, indem sie ihre eigenen Kräfte überschätzen und die Gefahr unterschätzen.
In der heutigen Zeit ist das Feuer für Kinder unsichtbar geworden. Nur wenige Familien haben noch einen Ofen in der Wohnung, der befeuert wird. Viele Erwachsene versuchen die Kinder vom Feuer fern zu halten und stellen es als Bedrohung da. Aber gerade diese Einstellung ist das, was Feuer zu einer Gefahr für Kinder macht. Der Reiz des Verbotenen wird dadurch immer größer.


Folge ist, das Kinder heimlich mit dem Feuer spielen, was schwere Folgen haben kann. Bei einem Drittel der heutigen Haus- und Wohnungsbrände sind Kinder die unfreiwilligen Verursacher. Etwa 800 Kinder werden dabei jährlich so schwer verletzt, dass sie ihr ganzes Leben Narben davon tragen oder sogar dabei sterben.
Ein großes Ziel der Brandschutzerziehung ist es den Kinder die Angst vor dem Feuer zu nehmen und den Respekt vor dem Feuer zu lehren.

 

Ein weiteres großes Ziel der Brandschutzerziehung ist das Absetzen des Notrufs. Dieses wird mit Hilfe von Simulationstelefonen mit den Kindern geübt. Wo finde ich ein Telefon, wenn ich kein Handy habe. Woher weiß ich wo ich bin, obwohl ich nicht lesen kann und natürlich die W-Fragen werden mit den Kindern besprochen.
Wie verhalte ich mich im Brandfall? Ein weiterer großer Themenbereich der Brandschutzerziehung. Dieses wird mit Hilfe einer Powerpointpräsentation mit den Kindern erarbeitet. Mit Hilfe von Bildern, in denen die einzelnen Schritte gezeigt werden, wird den Kindern das richtige Verhalten im Brandfall vermittelt.

 

Jedes Kind sollte zum Ende der Kindergartenzeit oder im 1.-4. Schuljahr eine Brandschutzerziehung absolvieren.
Die Brandschutzerziehung in ihrem vollen Umfang wird meistens in mehren Einheiten durchgeführt, damit die Kinder genug Zeit haben, das Erlernte zu verarbeiten.
Eine theoretische Vorbereitung ist im Vorfeld durch die Betreuer, Erzieher oder Lehrer genauso sinnvoll wie notwendig.
Bei Fragen zu den Unterrichtsinhalten zur Vorbereitung stehen wir Ihnen ebenfalls gerne zur Verfügung.
Die eigentliche Brandschutzerziehung wird dann in der Regel an Feuerwache in Soest durchgeführt, im Anschluss werden die Kinder im Rahmen einer Besichtigung der Wache mit den Geräten der Feuerwehr auch praktisch vertraut gemacht.
Zu einem späteren Zeitpunkt besteht die Möglichkeit bei Ihnen in der Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr eine Räumungsübung durchzuführen.  Hierbei kann das Erlernte praktisch umgesetzt werden. Herr Meier vom Vorbeugenden Brandschutz der Stadt Soest ist diesbezüglich der Ansprechpartner.


Der Erfolg einer Brandschutzerziehung liegt somit nicht nur an der Feuerwehr sondern ebenso an den Verantwortlichen in den Einrichtungen und selbstverständlich auch an den Eltern.