Feuerwehr

Alamierung

Digitaler Funkmeldeempfänger

Für die Alarmierung der Einsatzkräfte sind 290 digitale Meldeempfänger (DME) vom Typ Swissphone Patron pro und Patron plus ausgegeben worden.
Nach Auslösen des Alarms gibt der Funkmelder einen lautstarken Alarmton ab. Zeitgleich kann die Einsatzmeldung auf dem Display abgelesen werden. Anhand von Einsatzstichworten die durch die Rettungsleitstelle dem Meldebild entsprechend ausgewählt werden, weiß der Feuerwehrangehörige direkt nach dem Alarm um was für eine Einsatzart es sich handelt. Zusätzlich erhält er auf dem Melder die Einsatzadresse sowie weitere Zusatzinformationen.

Die Löschzüge und Löschgruppen der Feuerwehr Soest sind in 19 Melderschleifen eingeteilt. Für Zugübergreifende Aufgaben sind Sonderalarme durch die Leitstelle auszulösen ( Sonderalarm Gefahrgut, Sonderalarm Absturzsicherung etc. ). Zusätzlich können die Führungskräfte und Sonderfunktionen über Einzelalarm alamiert werden.

Grundlage der Alamierung der einzelnen Schleifen ist die Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehr Soest, die in den Einsatzleitrechner der Kreisleitstelle in Lippstadt eingepflegt wurde. Sie umfasst derzeit ca. 800 Seiten. Alamiert wird nach 68 verschiedenen Einsatzstichworten z.B. Zimmerbrand, Verkehrsunfall Person eingeklemmt, Automatische Feuermeldung usw.. Die Alamierungsstruktur ist so aufgebaut, dass der Einsatzleitrechner aufgrund der Straßenbezeichnung den zuständigen Ausrückebereich ermittelt und in Verbindung mit der Tageszeit die örtlich zuständige Einheit alamiert (in der Zeit von 05:00 Uhr bis 17:00 Uhr zusätzlich Tagesalarm).

Bei größeren Einsätzen werden die Meldeempfänger und Sirenen Zugübergreifend ausgelöst, so dass die zuständige Einheit und weitere Fahrzeuge aus den Nachbarlöschzügen oder Sonderfahrzeuge in Marsch gesetzt werden. Darüber hinaus gibt es eine Objektbezogene Alarmierung, die auf das besondere Gefahrenpotential von Gebäuden und Einrichtungen abstellt, z.B. die beiden Soester Krankenhäuser, die Altenheime oder die Soester Kirchen.

Gruppenalarm

Die Züge I und II der Feuerwehr Soest setzen sich zusammen aus insgesamt vier Gruppen, woraus  jeweils zwei Gruppen einen Zug bilden. Bei einem Gruppenalarm wird namensgemäß eine Gruppe, bestehen aus gut 15 Feuerwehrangehörigen, alarmiert. Um zu Gewährleisten, dass die Gruppen in gleichmäßigen Abständen alarmiert werden rotieren die Bereitschaften der Gruppen im Wochentakt. Dabei ist anzufügen, dass bei diesem Wechsel auch immer die Zugzugehörigkeit der Gruppe wechselt, so hat zum Beispiel nach der Meldergruppe 3 (Zug II) die Meldergruppe 1 (Zug I) Bereitschaft.

Bei Einsätzen mit niedrigem Gefahrenpotenzial, wie zum Beispiel einer Automatischen Feuermeldung oder einem brennenden PKW, wird automatisch eine Gruppe alarmiert.

Zugalarm

Steigt das mögliche Gefahrenpotenzial eines Einsatzes erhöht sich die sogenannte Einsatzstufe und die Alarmierung erhöht sich ebenfalls von einem Gruppenalarm auf Zugalarm. Ein Zug bestehend aus zwei Gruppen wird zum Beispiel bei einer Automatischen Feuermeldung in einem Altenheim alarmiert, da sich dort eine große Anzahl an Menschen im Gebäude befindet.

Erweiterter Zugalarm (sog. Zugalarm Soest)

Wird bei der Leitstelle beispielsweise ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person oder ein Zimmerbrand gemeldet, so wird automatisch der erweiterte Zugalarm, der sogenannte Zugalarm Soest, gegeben. Dabei werden alle Gruppen der Innenstadtzüge alarmiert. Es wird dabei sichergestellt, dass eine ausreichende Anzahl an Personal in kurzer Zeit an der Einsatzstelle ist.

Außenzüge

Die Alarmierung gestaltet sich bei den Außenzügen in ähnlicher Art und Weise.  Neben den beiden Innenstadtzügen gibt es in der Feuerwehr Soest noch vier Außenzüge, die sich auch in mehrere kleinere Gruppen aufteilen.  Ein Außenzug wird alarmiert, sobald ein Einsatz im näheren Umkreis gemeldet wird. Bei einem Zimmerbrand im Ortsteil Ampen wird der zugehörige Zug 5 alarmiert und zusätzlich der Zugalarm der Innenstadtzüge.