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2011 sah 2.487 Feuerwehreinsätze
25. Januar 2012 12:33 Uhr in Feuerwehr
Neujahrsempfang der Landrätin für Brandschützer und Hilfsorganisationen
Langeweile gab's in den zurückliegenden zwölf Monaten für die Brandschützerinnen und -schützer der 14 Kommunen des Kreises Soest bzw. für die Hella-Werkfeuerwehr nicht: Insgesamt zählte das Team der Kreisleitstelle allein 2.487 Feuerwehreinsätze. Diese beachtliche Zahl nannte Landrätin Eva Irrgang beim Neujahrsempfang für die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen in Werl.
Neben den Brandschützern begrüßte die Verwaltungschefin Verantwortliche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das Technischen Hilfswerks (THW), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Malteser Hilfsdienstes (MHD) und nicht zuletzt der Polizei im Kreis. Damit zollte Eva Irrgang allen Einsatzkräften im Namen von Politik und Verwaltung im Kreis Dank und Anerkennung für den Dienst am Mitmenschen.
Ihren Dank machte die Landrätin daran fest, indem sie exemplarisch an
verschiedene größere Schadenslagen erinnerte, die sich im Verlauf des
zurückliegenden Jahres im Kreis Soest ereigneten. Dabei spannte sich der
Bogen von siebenstündigen Gefahrguteinsatz in Belecke (dort war in
einem Industriebetrieb gefährliche Salpetersäure ausgetreten) bis hin zu
Großbränden. So brannten in Rüthen hunderte Kubikmeter Rindenmulch.
Auch auf einen schweren Unfall in Lippstadt-Dedinghausen ging sie. Dort
kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem ICE der
Deutschen Bahn und einem großen Traktor. Nicht zuletzt galt es, bei
einem Gefahrguteinsatz auf der A 445 in der Nähe des Werler Kreuzes
zwölf Stunden Hilfe zu leisten. Hier war ein Lkw mgestürzt, der mit
hochgiftiger Flusssäure beladen war.
Besonders hob Eva Irrgang die 119 Feuerwehrfrauen hervor, die
mittlerweile im Kreis Soest aktiv sind und einen vorbildlichen Dienst
versehen. Die Brandschützerinnen sind dabei, untereinander engere
Kontakte zu knüpfen.
Kreisbrandmeister Thomas Wienecke erinnerte in seiner Rede auf die
interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis. Exemplarisch
nannte er dabei den ABC-Bereich (Umgang mit Gefahrstoffen). Auf diesem
Sektor arbeiten die Wehren eng zusammen Daraus ergeben sich Spareffekte,
für die Kommunen, zum Beispiel was Fahrzeuge und Gerätschaften
betrifft. Ausdrücklich begrüßte Wienecke, dass das Land NRW in Kürze
eine Rauchmelderpflicht für Gebäude einführen will. Dies auch vor dem
Hintergrund, dass immer wieder Menschen durch gefährlichen Brandrauch
getötet werden, wie zuletzt bei einem Wohnhausbrand in Aachen. Als
Erfolg bezeichnete der Kreisbrandmeister den so genannten Crashkursus,
den die Feuerwehren, die Polizei und der Rettungsdienst seit kurzer Zeit
für junge Fahranfänger anbieten, um diese speziell vor den tödlichen
Gefahren im Straßenverkehr zu warnen.
Abermals forderte Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs aus Schwelm, der
zusammen mit seinem Stellvertreter Uwe Wiedenbeck, Winterberg, am
Neujahrsempfang teilnahm, zur weiteren Stärkung und Anerkennung des
Ehrenamtes auf. Denn ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer,
unter anderem in den Wehren, ließen sich viele Arbeiten und Aufgaben auf
den Sektoren des Feuerwehr- und Rettungswesens sowie im
Katastrophenschutz in der Zukunft gar nicht mehr bewältigen.
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